Mein Praktikum bei Lufthansa Technik

Mein Praktikum bei Lufthansa Technik

Am 2. Juli war es endlich soweit. Mein Schülerpraktikum bei der Lufthansa Technik in Hamburg begann. Noch leicht verschlafen, aber dennoch voller Vorfreude  stand ich um 7:30h am Haupteingang, wo schon unsere Praktikumsbegleiterin auf uns (wir waren insg. 4 neue Praktikanten) wartete. Nachdem wir unsere Ausweise erhalten hatten, ging es als Erstes zur Kleiderkammer. Dort bekamen wir die Arbeitskleidung (Blaumann) für die nächsten 2 Wochen.

Danach wurden wir über die Regeln und Gefahren auf dem recht großen Gelände aufgeklärt. Schließlich wurden wir dann in unsere jeweilige Abteilung gebracht und es konnte richtig losgehen. Leider kam direkt die erste Enttäuschung: Mein eigentlicher Ansprechpartner war krank und es wusste niemand Bescheid, dass ich jetzt eine Woche dort als Praktikant tätig sein sollte. Nach langem Hin und Her konnte ich dann in eine andere Abteilung gleich nebenan wechseln, in der ich aber eigentlich für die 2. Woche vorgesehen war.

Trotz allem verlief die erste Woche dann doch ganz positiv. Ich war in der VIP-Werkstatt eingesetzt, wo diverse Schränke, Verkleidungen und anderes Zubehör für die VIP-Jets hergestellt werden. Hauptsächlich ist es also eine Schreinerei, nur auf die Flugzeuge der „Reichen und Schönen“ spezialisiert. Zusammen mit einem weiteren Praktikanten haben wir während der Woche einen Werkzeugkasten gebaut.

 

Diesen zu bauen war sehr interessant und hat auch Spaß gemacht. Der Korpus besteht aus sog. „Honeycomb“ Dieses Material wird sehr häufig im Flugzeugbau verwendet, denn die Wabenstruktur, daher auch der Name, ist sehr stabil, aber dafür sehr leicht. Den Griff haben wir selbst in Handarbeit gefertigt. Innen haben wir die Box mit Leder ausgestattet. Ich finde, die Arbeit hat sich gelohnt!

Die zweite Woche war ich dann in der Abteilung, die Funkgeräte und Wetterradare repariert bzw. wartet. Da diese Geräte hauptsächlich aus Platinen bestehen, wird sehr viel gelötet. Darum bestand auch meine Aufgabe in dieser Woche darin, ein Flugzeugmodell aus Draht zu löten. Das war gar nicht so leicht, wie man vielleicht denken mag, aber letztendlich bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden.

Am letzten Praktikumstag hatte ich noch einmal die Gelegenheit, einen Airbus A340-600 der Lufthansa zu besichtigen. Dieser stand dort zu einer größeren Wartungsaktion. Für mich war das der perfekte Abschluss des Praktikums und ich muss wirklich sagen, dass das Praktikum mit das größte und interessanteste Erlebnis für mich war!

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